Die neuen Glockenkombinationen und Melodien umfangreich einsetzen | 26.11.2018

Neue Läuteordnung im Paderborner Dom wird ab dem 1. Advent erprobt

Paderborn, 26. November 2018. Nach der denkmalgerechten Restaurierung des bisherigen sechsstimmigen Gussstahlgeläutes aus dem Jahre 1951 im Paderborner Dom sowie der Ergänzung durch eine große und eine kleine neue Domglocke im Rahmen der Jubiläumsfeiern zum 950. Weihetag des Imad-Domes hat das Metropolitankapitel eine überarbeitete und erweiterte liturgische Läuteordnung beschlossen. Diese gilt zunächst ab dem 1. Advent 2018 ein Jahr lang „ad experimentum“. Anschließend sollen die dann gesammelten Eindrücke und Erfahrungen ausgewertet werden und gegebenenfalls noch in die Läuteordnung einfließen, bevor diese dann dauerhaft in Kraft tritt.      

Hintergrund der Neugestaltung der Läuteordnung im Paderborner Dom sind die durch die Ergänzung des Geläutes vielfältigen neuen Glockenkombinationen und Melodien, die möglichst umfangreich eingesetzt werden sollen. Die gesamte neue Läuteordnung ist auf der Internet-Seite des Hohen Domes veröffentlicht.  

Die neue Läuteordnung, die nun ein Jahr lang erprobt wird, enthält eine bemerkenswerte Besonderheit: An jedem Freitagnachmittag (mit Ausnahme des Karfreitags) wird um 15 Uhr die große neue Domglocke „Jesus Christus - unser Friede“ allein erklingen, um so an die Todesstunde des Herrn zu erinnern und zum Gebet einzuladen. Dieser Brauch, der früher auch in Westfalen üblich war, ist bis heute vorwiegend in Süddeutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz weit verbreitet. Der Brauch des Läutens am Freitag um 15 Uhr setzt bewusst mit Blick auf die evangelischen Schwesterkirchen, denen das Gedächtnis der Kreuzigung ein besonderes Anliegen ist, einen ökumenischen Akzent. Zudem gibt dieses wöchentliche Läuten der großen neuen Domglocke vielen Interessierten die Gelegenheit, dieses bedeutende Musikinstrument des Hohen Domes in Paderborn ohne größeren Aufwand persönlich anzuhören. „Leider erklingen ja in vielen anderen Domkirchen die dortigen großen Glocken nur sehr selten, so dass die Möglichkeit, sie als auswärtiger Gast zu hören, kaum besteht“, so Domkapitular Dr. Gerhard Best als Glockensachverständiger des Erzbistums Paderborn. Er hat gemeinsam mit seinem Kollegen Theo Halekotte die neue Läuteordnung im Paderborner Dom erarbeitet.

Läuteordnung zum Download als pdf-Datei.

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