Erwachsenenfirmung stärkt mit Gottes Geist | 13.06.2022

Weihbischof Matthias König spendet 25 Erwachsenen aus dem Erzbistum Paderborn das Sakrament der Firmung

Paderborn (pdp). Aus allen Teilen des Erzbistums waren 25 Erwachsene in die Bischofskirche Paderborn gekommen, um das Sakrament der Firmung zu empfangen: Weihbischof Matthias König spendete den jüngeren und älteren Frauen und Männern am Samstag nach dem Pfingstfest, 11. Juni 2022, in einem feierlichen Gottesdienst im Hohen Dom das Firmsakrament. Gemeinsam mit ihren Firmpaten feierten die Gefirmten, dass sie durch die Firmung nun ganz in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen sind. „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“, sagte Weihbischof König einzeln zu den im Altarraum versammelten erwachsenen Firmlingen, während er ihnen mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn zeichnete und auf diese Weise das Sakrament spendete.
Aus dem Hochstift mit Höxter und Paderborn, dem Ruhrgebiet mit Dortmund und Schwerte, dem Sauerland und Siegerland, dem Hellweg, aus Detmold und Bielefeld sowie aus Korbach in Hessen haben sich erwachsene Firmlinge auf den Weg gemacht, um in der Bischofskirche des Erzbistums das Sakrament der Firmung zu empfangen. Ihre Firmpaten und Angehörige, aber auch Seelsorger und Katecheten, die sie auf den Empfang des Sakramentes vorbereitet hatten, begleiteten die zwischen 16 und 42 Jahre alten Firmlinge.
Zu den jetzt in Paderborn Gefirmten gehören Frauen und Männer, die den christlichen Glauben angenommen haben und erst vor kurzem getauft wurden, ebenso Christen, die als Kind getauft wurden und den Glauben jetzt wieder leben und dazu auch das Firmsakrament empfangen möchten.
Zeugnis geben vom Geist Gottes
Menschen zu kennen und zu erleben, die vom christlichen Glauben und damit von Gott Zeugnis geben, sei eine beispielgebende „Schule des Christ-werdens und des Christ-seins“, unterstrich Weihbischof König im Gottesdienst. Christen seien dazu berufen, mit dem Leben, in Wort und Tat zu bezeugen, dass ihnen Gott wichtig ist und in ihrem Leben wirkt. Der Empfang des Firmsakramentes befähige und stärke für dieses Zeugnis. „Gottes Geist tröstet, stärkt und ermutigt.“
Der christliche Glaube sei darauf angelegt, sichtbar und erfahrbar zu werden durch gelebte Nächstenliebe und Zusammenhalt in der Gemeinschaft, führte Weihbischof König weiter aus. „Durch die Feier von Gottesdiensten und der Sakramente, durch das Zeugnis des Lebens und des Wortes und durch den Dienst am Nächsten wird Kirche sichtbar. Kirche ist immer eine vom Geist Gottes gewirkte Gemeinschaft.“ Der christliche Glaube sei ein Geschenk Gottes, das jedem Menschen von Gott ins Herz gelegt werde. Die göttliche Saat müsse aufgehen und im Leben wachsen, um Frucht zu bringen. Abschließend betonte Weihbischof König, dass durch den Empfang des Firmsakramentes der Gefirmte Teil einer weltumspannenden Gemeinschaft werde und jede und jeder in der Kirche den von Gott zugedachten Platz einnehmen solle.


Spendung des Sakraments
Nachdem Weihbischof König von den Firmlingen deren Taufbekenntnis entgegen genommen hatte und von allen Gottesdienstteilnehmern der christliche Glaube bekannt wurde, sprach Weihbischof König ein Gebet, in dem er um die Gabe des Heiligen Geistes für die Firmlinge bat. Anschließend versammelten sich die erwachsenen Firmlinge gemeinsam mit ihrem Firmpaten im Altarraum, wo ihnen der Weihbischof einzeln das Sakrament spendete: Weihbischof König zeichnete jedem Firmling mit einem in Chrisam getauchten Wattepad ein Kreuz auf die Stirn und sprach die Spendeformel.
Hintergrund: Erwachsenenfirmung im Erzbistum Paderborn
Zweimal im Jahr lädt das Erzbistum Paderborn erwachsene katholische Christen, die sich firmen lassen möchten, zu einer eigenen Firmfeier für Erwachsene ein. Im Frühjahr findet die Firmung nach Pfingsten in Paderborn im Hohen Dom statt, im Winter am Beginn der Adventszeit in Werl. Die nächste Erwachsenenfirmung wird am 28. November 2022 um 18 Uhr in der Propsteikirche St. Walburga in Werl sein.


Hintergrund: Firmung
In der Firmung wird das, was in der Taufe eines Menschen grundgelegt wurde, vollendet und bekräftigt. Die Firmung gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Eingliederungssakramenten. Durch sie wird der Einzelne gestärkt und beauftragt zu einem bewussten Leben als Christ in der Nachfolge Jesu.
Spender des Firmsakramentes ist in der Regel der Erzbischof oder einer seiner Weihbischöfe. Die Spendung des Sakramentes erfolgt durch Handauflegung und Salbung der Stirn des Firmkandidaten mit Chrisam. Dabei spricht der Bischof den Firmling mit seinem Taufnamen an und sagt: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“.
Der Firmling wird durch einen Firmpaten begleitet. Das Mindestalter für den Empfang des Firmsakramentes liegt in Deutschland bei zwölf Jahren. Während der Vorbereitung auf den Empfang des Firmsakramentes, die sich oft über mehrere Monate erstreckt, helfen Firmbegleiter den Firmbewerbern, ihren Glauben zu vertiefen und die Bedeutung des Firmsakramentes kennen zu lernen.

© pdp

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