Feedback von der Krippe | 04.02.2019

In der Wochenend-Ausgabe des Westfälischen Volksblattes vom 2. / 3. Februar 2019 schreibt Dompastor Dr. Nils Petrat über die Reaktionen, die zur Krippe im Paderborner Dom eingegangen sind:

"An diesem Wochenende kann zum letzten Mal in diesem Winter die Dom-Krippe besucht und angeschaut werden: Weihnachten für Spätzünder. Mit dem heutigen Fest „Maria Lichtmess“ (offizieller Titel: Darstellung des Herrn) 40Tage nach Weihnachten endet die Krippenzeit. Noch einmal geht es heute um das Jesus-Kind, den größten Lichtblick der Geschichte.

In der Nähe dieses Kindes, im Blick auf Jesus, haben Menschen immer wieder Trost und neue Kraft gefunden. Die Krippen in unseren Kirchen möchten davon etwas vermitteln. Kann das gelingen? Im Dom hatten wir zum ersten Mal ein „Feedback“-Büchlein an der Krippe ausgelegt – mit großer Resonanz. Ich möchte an dieser Stelle gerne einige Gedanken und Anregungen mit Ihnen teilen.

Vielfach wurde die besondere Gestaltung der Dom-Krippe durch Figuren mit zeitgenössischem Bezug kommentiert. Es gab viele positive Töne, unteranderem: „Die Krippe im Dom ist sehr schön. Die beste Figur ist der SCP-Spieler.“ Oder: „So eine wundervolle und moderne Krippe. Habe ich noch nie vorher gesehen.“ Es waren aber auch kritische Stimmen zu finden, die eine „Kommerzialisierung“ der Krippe beklagten und von „Paderborner Selbstdarstellung“ sprachen. Zwei Zitate: „Was hat ein Fußballspieler mit der Geburt Christi zu tun? Sollen das die neuen Wege sein, um Leute in die Kirche zu holen?“ Und: „Ich würde es gut finden, wenn statt der Paderborner Honorationen – Bürgermeister, Kardinal, Schütze – es einfache Leute wären, die Jesus die Geschenke bringen.“

Herzlichen Dank für alle Anregungen: Wir haben das aufmerksam gehört. Daneben haben viele das Buch genutzt, um Bitten und Gebete zu hinterlegen. Nur ein Beispiel: „Möge jeder von uns wie ein kleines Licht leuchten und so die Liebe Gottes in die Welt tragen.“ Dieser Wunsch könnte uns doch bis zur nächsten Weihnachtszeit begleiten!"

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