Lesung mit Musik | 17.09.2018

Kirchenmusikalische Festwoche im Hohen Dom: Musik und Theater zu Schillers „Die Jungfrau von Orleans“

Paderborn, 17. September 2018. Gemeinsam mit den Musikern Axel Wolf und Hugo Siegmeth gestalten Mitglieder des Ensembles des Theaters Paderborn eine Lesung mit Auszügen aus Schillers romantischer Tragödie „Die Jungfrau von Orleans“. Im Rahmen der Kirchenmusikalischen Festwoche findet diese Lesung mit Musik am 25. September 2018, um 19.30 Uhr, im Hohen Dom zu Paderborn statt.

Der Inhalt: Sie fragt sich nicht, woran sie glauben soll. Sie glaubt. Eine göttliche Stimme hat ihr befohlen, Frankreich von den englischen Invasoren zu befreien. Dabei ist Johanna ein einfaches Mädchen vom Land, und doch bringt sie die entscheidende Wendung im hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England. Ist Johanna eine Heilige oder eine Verrückte?   Gemeinsam mit den Musikern Axel Wolf und Hugo Siegmeth gestalten Mitglieder des Ensembles des Theaters Paderborn eine Lesung mit Auszügen aus Schillers „romantischer Tragödie“.

Schillers Drama:   „Die Jungfrau von Orleans“ erlebte 1801 in Leipzig die Uraufführung und gehört zu den Dramen, die zu Schillers Lebzeiten am häufigsten gespielt wurden. Historische Persönlichkeiten aufgreifend, aber frei in der Gestaltung der Charaktere und Ereignisse verarbeitet Schiller den unglaublichen Weg der Johanna von Orleans im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Die historische Johanna war sicher schon zu Lebzeiten und bald nach ihrem Tod eine der umstrittensten Frauen Frankreichs. Wie aus Schillers Gedichten hervorgeht, wollte er sie mit seinem Drama gegen spöttische Satiren (etwa von Voltaire) in Schutz nehmen.

Die szenische Lesung:   Die szenische Lesung umfasst Szenen aus dem Prolog sowie dem ersten, vierten und fünften Aufzug. In ihnen kommt Johannas Zerrissenheit zwischen Himmel und Erde besonders stark zum Ausdruck. Dazwischen erklingen musikalische Intermezzi durch das Duo „Flow“.

Mitwirkende:  Gesa Köhler wurde 1993 in Leer geboren. 2017 schloss sie ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main ab. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist sie festes Ensemblemitglied am Theater Paderborn. Carsten Faseler ist 1989 in Essen geboren. Von 2010 bis 2014 studierte er an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Schauspiel. Am Theater der Altmark in Stendal spielte er von 2015-2018 in seinem ersten Festengagement. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist er festes Ensemblemitglied am Theater Paderborn.  Alexander Wilß wurde 1969 in Eisenach geboren und war zunächst als Bühnenhandwerker tätig. Nach dem Schauspielstudium an der HFF-Potsdam „Konrad Wolf“ arbeitete er an verschiedenen Orten als Schauspieler, Regisseur und Kampfchoreograph. Seit der Spielzeit 2013/14 gehört er zum Ensemble des Theater Paderborn. Dr. Daniel Thierjung, geboren in Leverkusen, studierte Schauspiel am Schauspielhaus Salzburg sowie Philosophie, Theaterwissenschaften und Germanistik an der Universität zu Köln. Von 2014 - 2017 war er am Theater Regensburg als Dramaturg engagiert. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist er Dramaturg am Theater Paderborn.

Axel Wolf ist Echopreisträger (2013, Klassik ohne Grenzen) und international gefragte Lautenist. Das Spektrum seiner musikalischen Aktivitäten erstreckt sich vom Solospiel über Kammermusik bis hin zum Operngraben. Hugo Siegmeth sieht sich als ein europäischer Jazzmusiker, für den es selbstverständlich ist, auch klassische Musik als Improvisationsfeld zu nutzen. Er wurde 1998 mit dem Bayerischen Jazzförderpreis ausgezeichnet. Zusammen mit Axel Wolf bildet er das Duo „Flow“.

Zwei Musiker Die Musiker Axel Wolf und Hugo Siemeth gestalten gemeinsam mit Mitgliedern des Ensembles des Theaters Paderborn eine Lesung mit Auszügen aus Schillers „Die Jungfrau von Orleans“. © Marc Dietenmeier

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